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Barmherzig sein

(Leserbriefe, Süddeutsche Zeitung, 22. Februar 2016, Link)
 

Leserbriefe als Reaktion auf den Artikel "Eure Feigheit kotzt mich an" vom 13./14. Februar 2016 in der Süddeutschen Zeitung (nur Druckversion).


Beschädigung der Freundschaft

Ich bin Ihnen sehr dankbar, dass Sie in Ihrer Wochenendausgabe vom 13./14. Februar auf drei Seiten den Beitrag von Karin Steinberger über die Lebensgeschichte von Jens Söring veröffentlicht haben. Jens Söring sitzt seit beinahe drei Jahrzehnten im Gefängnis, als Deutscher in den USA. Er ist unschuldig, davon bin ich überzeugt. Er trägt Verantwortung für seine Verurteilung, denn er hat den Mord, den seine damalige Freundin verübt hat, als seine Tat gestanden, um sie zu schonen. Aber ist er für sein falsches Geständnis nicht genug gestraft, nach drei Jahrzehnten? Alle Bemühungen, die seine Freunde - auch ich persönlich - unternommen haben, sind bisher ins Leere gelaufen. Auch die Anstrengungen der Bundesregierung sowie vieler Parlamentarier waren bisher erfolglos. Jens Söring verdient Mitleid; Barmherzigkeit ist angesagt. Aber es geht auch um etwas anderes: Es geht darum, Schaden von der über Jahrzehnte gewachsenen deutsch-amerikanischen Freundschaft abzuwenden, der wir als Deutsche viel verdanken, nämlich Freiheit, Sicherheit und auch Wohlstand.

Die jahrelange Erfahrung, dass die Justiz in den USA offensichtlich nicht in der Lage ist, einem fehlerhaften Urteil Rechnung zu tragen, beschädigt die deutsch-amerikanische Freundschaft nachhaltig. Das ist unverständlich und empörend. Der Appell an die USA, unverzüglich Gerechtigkeit zu gewähren, sollte endlich Gehör finden, bevor in Deutschland Vorbehalte gegenüber den USA weiter zunehmen. Auch die Bundesregierung hat allen Grund, sich weiterhin - und zwar mit aller Energie - für Söring einzusetzen, damit die deutsch-amerikanische Freundschaft lebendig bleibt.

Dr. Friedrich Kronenberg, Bonn; Ehem. Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken
 

Wo blieb das Gespräch?

Nicht nachzuvollziehen und geradezu unglaublich erscheinen die bisher erfolglosen Interventionsversuche der Bundesregierung, den mit höchster Wahrscheinlichkeit unschuldigen Söring nach fast 30 Jahren entsetzlicher Haft in Virginia freizubekommen. Seit März 2015 war bekannt, dass die Amerikaner im Laufe des Dezembers erneut über Sörings Haftüberstellung nach Deutschland entscheiden würden. Und doch brachte man ein möglicherweise entscheidendes Gespräch zwischen dem deutschen Botschafter und dem Gouverneur von Virginia nicht zustande. Es bleibt zu hoffen, dass Ihr Artikel dazu beiträgt, Berlin zu bisher nicht gezeigter Entschlossenheit und zu einem mutigen Vorstoß zu bewegen.

Klaus Papenfuß, Baldham


Eine Petition wäre angebracht

Jens Söring sitzt nicht im Gefängnis einer Diktatur, sondern in den USA, die sich rühmen, das Land von Freiheit und Demokratie zu sein, wo alle Menschen gleich erschaffen und von Gott mit unveräußerlichen Rechten ausgestattet sind. Sörings Satz "Eure Feigheit kotzt mich an" sollte bewirken, dass sich die Öffentlichkeit endlich für diesen Fall interessiert. Eine Petition an die Bundesregierung wäre ein Anfang.

Hannelore El-Saghir, Maintal

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