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Deutscher in US-Haft: Kampf um Freiheit


(von Peter De Thier, Westdeutsche Zeitung, 25. Mai 2011, Link)


Der Deutsche Jens Söring soll 1985 in den USA zwei Menschen ermordet haben. Er sagt, er sei unschuldig.

Washington. Das juristische Tauziehen um einen deutschen Staatsbürger, der seit 1986 im US-Bundesstaat Virginia wegen angeblichen Doppelmords hinter Gittern sitzt und kaum Chancen hat, je wieder auf freien Fuß zu kommen, schlägt nun auf die Beziehungen zwischen Washington und Berlin durch.

Bemühungen seitens der Bundesregierung, eine Auslieferung und Überstellung Jens Sörings nach Deutschland durchzusetzen, sind gescheitert.


Jens Söring: "Der schlimmste Tag meines Lebens"


Für Jens Söring, heute 44 Jahre alt, ist der 30. März 1985 „der schlimmste Tag meines Lebens.“ Damals wurden in Lynchburg, Virginia, Derek und Nancy Haysom mit 46 Messerstichen im Esszimmer ihres Einfamilienhauses brutal niedergemetzelt.

Söring war der Freund von Elizabeth Haysom, der Tochter des ermordeten Ehepaares. Das Pärchen stand sofort im Verdacht, wurde in London festgenommen und nach einem Auslieferungsantrag des Justizministeriums in die USA überstellt.

Zunächst behauptete der Sohn des deutschen Vize-Konsuls in Detroit, er habe den brutalen Mord begangen. Später aber ruderte der Teenager zurück, in Wirklichkeit habe er seine Freundin, die wahre Täterin, schützen wollen.

Er war sicher, sich mit seiner diplomatischen Immunität der US-Justiz entziehen zu können. Doch seine Familie genoss keine Immunität. Söring sagte später: „Ich habe den Fehler eines dummen und überheblichen 18-Jährigen begangen.“


Keine der 42 DNA-Befunde deuten auf die Schuld des Deutschen hin.

Von den 42 DNA-Befunden, die als Beweisstücke vor Gericht vorgelegt wurden, brachte kein einziger Söring in Verbindung mit der Tat. Dennoch wurde er für schuldig erklärt und zu zwei lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt.

Nach 23 Jahren im Knast ein Hoffnungsschimmer: Ende 2009 wollte Virginias Ex-Gouverneur Tim Kaine wegen des Mangels an forensischen Beweisen Söring nach Deutschland überstellen lassen, wo er noch zwei Jahre im Gefängnis gesessen hätte.

Kaines republikanischer Nachfolger Robert McDonnell aber hob die Auslieferungsgenehmigung auf, und lehnte nun auch Sörings Antrag auf Bewährung ab.
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