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Revision verlangt


(von David Reed, Associated Press, 10. Dezember 1996,
Übersetzung von Jana B.)


BEDFORD, Va.- Ein Diplomatensohn, der wegen Mordes an den wohlhabenden Eltern seiner Freundin zu zweimal lebenslänglich verurteilt wurde, hat die Revision dieses Urteils gefordert. Er behauptet, dass die Ermittler wesentliches Entlastungsmaterial unterschlagen haben.

Jens Söring traf zum Berufungsverfahren am Landesbezirksgericht von Bedford ein, wo er vor sechs Jahren schuldig gesprochen wurde. Er hatte jedoch noch keine Gelegenheit zur Aussage. Im Hinblick auf ergänzendes Beweismaterial vertagte Staatsanwalt Sweeney  zunächst die gerichtliche Entscheidung.

Söring macht geltend, die Geschworenen hätten ihn möglicherweise für nicht schuldig befunden, wäre ihnen bekannt gewesen, dass nur wenige Tage nach den beiden Morden zwei Landstreicher durch den stellvertretenden Sheriff aufgegriffen worden wurden und im Streifenwagen ein Messer versteckt zurückgelassen hatten. Die beiden wurden nur wenig später erneut festgesetzt und des Mordes überführt: sie hatten einen Nichtsesshaften aus Roanoke niedergestochen.

Der inzwischen 30-jährige Söring hatte ursprünglich ausgesagt, er habe Derek und Nancy Haysom im Jahre 1985 umgebracht, weil sie seine Beziehung zu Elizabeth Haysom, einer Kommilitonin und Ehrenstudentin der Universität von Virginia, nicht billigten. Elizabeth Haysom verbüßt z.Z. eine 90-jährige Haftstrafe für ihre Anteil an den Morden.

Im Juni schließlich hatte der Obere Gerichtshof Sweeney mit der Überprüfung der Behauptungen beauftragt, denen zu Folge die Anklage bestimmte Beweismittel zurückgehalten haben soll, die einen anderen Mörder (als Söring) nahe legen.

Am letzten Montag hat George Anderson bezeugt, dass er während seiner Zeit als Stellvertretender Sheriff im Landkreis Bedford William Shifflett und Robert Albright eines Nachts am Rande von Bedford aufgegriffen habe, weil sie auf dem Highway zu Fuß unterwegs waren. Anderson sagte auch aus, er habe später ein Messer im Fond seines Streifenwagens gefunden und anschließend einem Polizeibeamten, der in die Ermittlungen für die Haysom Morde eingeschaltet war, den Tatbestand gemeldet. Sörings Prozessverteidiger wurde jedoch nie über den Vorfall informiert.

Der Stellvertretende Vorsitzende Gerichtsmediziner William Massello hat bestätigt, dass das im Streifenwagen sichergestellte Messer dem Waffentyp entspricht, mit dem die Kehlen der beiden Haysoms durchtrennt wurden.

Dennis Dohnal, ein Rechtsanwalt aus Richmond, der schon zahllose des Mordes verdächtigte Angeklagte verteidigt hat, gab zu Protokoll, dass die neue Beweislage sehr wohl zu einem anderen Ausgang des Prozesses geführt haben könnte.
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