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Wöchentliche Briefe an US-Häftling
(von SWR-Fernsehen, 13.06.2017, Link)
 

Jens Söring sitzt schon lange in den USA im Gefängnis. Er soll die Eltern seiner Freundin umgebracht haben. Doch Söring sagt, er sei unschuldig. Bei seinem Kampf um Freiheit hat er Unterstützung auch aus Rheinland-Pfalz.

Bernadette Faber aus Bitburg glaubt an die Unschuld des deutschen Diplomatensohnes. Vor zehn Jahren hat sie im Fernsehen eine Dokumentation über den Fall gesehen und setzt sich seither für den in Virginia Inhaftierten ein. Zusammen mit 30 weiteren Unterstützern gründete sie ein Netzwerk.

Neben ihrem Beruf als Religionslehrerin widmet Bernadette Faber fast ihre gesamte Freizeit dem Kampf für die Freilassung des 50-jährigen Jens Söring. Sie sagt: "Weil es die Sache wert ist, weil es der Mensch wert ist" und weil es eine wichtige Aufgabe sei. "Einer muss die machen. Mich hat's getroffen - also mach ich's."

Jede Woche schreibt sie ihm einen Brief. Fünf Mal hat sie ihn schon in den USA im Gefängnis besucht. Jens sei zu einem guten Freund geworden, "er ist wie ein Familienmitglied" - auch bei den anderen Unterstützern.

Die Tat ereignete sich 1985

1984 begann Söring als Begabten-Stipendiat an der Universität von Virginia in Charlottesville zu studieren. Dort lernte er die zwei Jahre ältere Studentin Elizabeth Roxanne Haysom kennen. Im Frühjahr des folgenden Jahres werden ihre Eltern in ihrem Wochenendhaus in Lynchburg/Virginia brutal ermordet aufgefunden.

Dem südafrikanische Stahl-Baron Derek Haysom (72) und seiner Frau Nancy (55) war nahezu der Kopf vom Rumpf getrennt worden. Offenbar hatten sie zuvor noch mit ihrem Mörder oder ihren Mördern gegessen und getrunken.

Nach einigen Wochen geraten Söring und seine heroinabhängige Freundin unter Tatverdacht. Das Paar flieht nach Europa, wird 1986 in London wegen Scheckbetrugs gefasst und letztlich an die USA ausgeliefert. Elizabeth Haysom wird zu 90 Jahren Haft wegen Anstiftung zum Mord verurteilt, Jens Söring bekommt wegen Doppelmordes zweimal lebenslänglich. In der Presse wird er "German Monster" genannt.

Geständnisse widerrufen

Zunächst hatten beide behauptet, des Mordes schuldig zu sein. Später zogen sie ihre Geständnisse aber wieder zurück. Söring wollte Haysom nach eigener Aussage vor der Todesstrafe bewahren. Sie habe eines Nachts vor seiner Tür gestanden und ihm erzählt, sie habe ihre Eltern im Drogenrausch umgebracht.

Bei seinem ursprünglichen Geständnis war er davon ausgegangen, dass er als Diplomatensohn in den USA nicht verurteilt werden könne. Das stellte sich aber als Trugschluss heraus.

Haysom beschuldigte Söring in ihrem Prozess des Mordes und bekannte sich selbst der Anstiftung zum Mord für schuldig. Die Tatwaffe, ein Messer, ist nie gefunden worden - und auch keine Fingerabdrücke von Söring am Tatort. Den Ausschlag für seine Verurteilung gab letztlich ein Indiz: Ein am Tatort gefundener blutiger Sockenabdruck wird vor Gericht Söring zugeordnet.

Neue Erkenntnisse durch DNA-Analyse

Inzwischen sind mehrere Bewährungsgesuche Sörings abgelehnt worden. Auch Bitten zahlreicher Bundestagsabgeordneter auf Überstellung nach Deutschland brachten keinen Erfolg.

Aber Jens Söring hat doch noch Chancen, in Freiheit zu kommen. Dafür müsste der Gouverneur von Virginia aber einräumen, dass die Justiz im Fall Söring schwere Fehler begangen hat. Denn jetzt haben neue, mit Hilfe der DNA-Analyse gewonnene Erkenntnisse gezeigt, dass am Tatort gefundenes Blut der Blutgruppe 0 genetisch nicht dem Verurteilten zugeordnet werden kann.

Ob das für eine Freilassung reicht, wird sich Ende des Jahres zeigen. Egal, was passiert. Bernadette Faber wird weiter für Jens Söring einsetzen, "weil er so eine enorme Stärke ausstrahlt, so eine starke Persönlichkeit ist und so sehr gekämpft hat."

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